Pädagogisches Konzept

... der Kita Bambini

Lang lang, ist´s her – Unsere Einrichtung die Kindertagesstätte “Kita Bambini” ist eine Elterninitiative, die am 01.08.1991 gegründet wurde. Seit dem Gründungsjahr ist die Einrichtung in einem Pavillongebäude an der Höfkerstrasse in Dortmund untergebracht. Sie befindet sich in direkter Nähe zum Revierpark Wischlingen und dem Naturschutzgebiet Hallerey.

Der Träger unserer Einrichtung ist der Verein “Kita Bambini e.V.”

Die Eltern der aufgenommenen Kinder bilden diesen Verein (mindestens ein Elternteil), der in das Vereinsregister des Amtgerichtes Dortmund eingetragen ist. Die Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand. Letzterer besteht aus 5 Mitgliedern. Die Elterninitiative ist dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV) angeschlossen, der die Kita und den Verein durch fachkompetente Beratung und Information unterstützt. Das örtliche Jugendamt der Stadt Dortmund deckt die Betriebskosten der Elterninitiative nur zu 96 % ab. Die verbleibenden 4 % - der sogenannte Trägeranteil – wird von den Eltern abgedeckt.

Seit Anfang 2010 gibt es den “Förderverein Kita Bambini e.V.

Zweck des Vereins – als eigenständige rechtsfähige “Person” - ist die Förderung und Unterstützung der Kindertagesstätte Bambini. Soweit Mittel vom Träger der Einrichtung nicht ausreichen, setzt sich der Förderverein für die Ergänzung und Verbesserung der Räumlichkeiten und Einrichtungen der Kita, sowie für die Förderung von kulturellen, künstlerischen, sprachlichen, musischen und sportlichen Aktivitäten ein. Die Mitgliedschaft beträgt 18 Euro pro Jahr. Jeder ist herzlich willkommen, ob Eltern, Freunde, Nachbarn, Oma und Opa! Jeder hat die Möglichkeit, die Arbeit der Kita ganz individuell mit Geld, mit Zeit und mit Kreativität in jeglicher Art zu unterstützen.

Elternarbeit - Eine Elterninitiative zu sein bedeutet ...

... dass es sich um eine weitgehend autonome Einrichtung handelt, die sich selbst versorgen, verpflegen und verwalten muss. Hierbei fallen zahlreiche Tätigkeiten an, die im Rahmen von Elternarbeit erledigt werden. Es gibt zum einen kontinuierlich anfallende Arbeiten wie einkaufen, Rasen mähen, Altpapier wegbringen oder fegen, zum anderen fallen viele Arbeiten in der Kita spontan und situativ an, wie Reparaturen, Mithilfe bei Feierlichkeiten und Vertretungen von Köchin oder Reinigungskraft. Circa 2-3 Stunden fallen durchschnittlich pro Monat an. Eltern mit 2 Kindern leisten 150 %, Alleinerziehende 75 %. Die Arbeit wird möglichst gerecht, transparent und nachvollziehbar verteilt, Vorlieben und Fähigkeiten der Einzelnen werden berücksichtigt. Natürlich kann die Elternarbeit auch außerhalb der Kita-Öffnungszeiten verrichtet werden.

Struktur und Mitarbeiter

In unserer Kindertagesstätte gibt es zwei Gruppen. In der Regenbogengruppe werden 20 Kinder im Alter von 2 – 6 Jahren betreut, in der Bärengruppe 15 Kinder im Alter von 1 – 6. In den Gruppen arbeiten insgesamt drei Fachkräfte in Vollzeit und zwei in Teilzeit (¾ Stelle). Unterstützt werden diese von zwei PraktikantInnen im Anerkennungsjahr. Auch die freigestellte Leitung ist ganztags tätig. In der Küche arbeitet eine fest angestellte Köchin und eine – ca. einmal jährlich wechselnde – Küchenhilfe als Maßnahme vom Arbeitsamt.

In einer Elterninitiative haben die Eltern als Vereinsmitglieder verschiedene Möglichkeiten der Mitgestaltung (Vorstandsarbeit, Elternrat, Mitgliederversammlung). Im Kita-Alltag finden regelmäßige Tür- und Angelgespräche statt, Elternabende zu pädagogischen Themen, gruppeninterne Elternabende und Eltern-Einzel-Gespräche nach Bedarf und zur Rückmeldung über den Entwicklungsstand des Kindes. Die Strukturen und Besonderheiten unserer Elterninitiative bieten den Eltern die Möglichkeit, sich auch untereinander rege auszutauschen, morgens in der Küche einen Kaffee zu trinken und eine freundschaftliche Form des Miteinanders zu pflegen.

Besondere Aktivitäten

Nach “Lust und Laune”, personellen Möglichkeiten und natürlich aufgrund jahreszeitlicher Anlässe feiern wir Feste, machen wir Ausflüge und bieten besondere Aktivitäten an. Einmal im Jahr verlassen die Gruppen die Kita und verbringen eine Woche im Wald oder erkunden die Spielplätze der näheren Umgebung. Forschen und Entdecken, Natur und Umwelt, neue Erfahrungen machen, das Miteinander und Spaß haben stehen im Mittelpunkt. Auch kleinere Ausflüge werden gerne untergenommen. Der Familientag schafft Raum für einen gemeinsam verbrachten erlebnisreichen Tag außerhalb des Kita-Alltags. Wir freuen uns auf Karneval und Ostern im Frühjahr, auf ein Kennenlernfest im Sommer, auf ein stimmungsvolles Lichterfest im Herbst und auf eine besinnliche Adventzeit.

Natur und Umwelt

Irgendwie sind wir eine “Wind-und-Wetter-Kita”. Die Kinder können bei uns den Kreislauf der Natur sehen, fühlen und verstehen, die Vielfältigkeit der Natur erleben und sinnliche Erfahrungen mit den Elementen machen. Unser 2500 qm großer Garten bietet zu jeder Jahreszeit zahlreiche Möglichkeiten, die Natur zu entdecken und Freude am draußen sein zu haben. Bei uns darf man matschen, sich dreckig machen und auch mal in Pfützen planschen. Und Wasser ist auch in anderen Formen sehr beliebt: Beim Blumen gießen, an der Wasserbaustelle, im Sommer im Planschbecken. Neben der Wasserbaustelle, einem großen Sandkasten, einer Bobbycar-Rennbahn und “Natur ohne Ende” haben wir auch einen Kletterbaum und eine Vogelnestschaukel. Auch Gartenarbeit wird bei uns groß geschrieben. Hier kann man aussäen, pflanzen, pflücken und ernten. Nicht nur das Gemüse im Hochbeet, sondern auch die Kräuter für unser Essen gedeihen prächtig.

Tierisch gut

Natürlich können bei uns im Garten auch viele Tiere beobachtet werden. Regenwürmer, Schmetterlinge und Insekten fühlen sich wohl und im Winter herrscht an den Futterhäusern für die Vielfalt von heimischen Vögeln Hochkonjunktur. Die Kinder beobachten und versorgen sie mit Begeisterung. Durch das gemeinsame Außengelände bieten sich so auch unseren Kindern vielfältige Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme mit dem Hund. So können sie in verschiedenen Entwicklungsbereichen (Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Regelakzeptanz, Vertrauen, Eingestehen und Überwinden von Ängsten, sozial-emotionale Erfahrungen, Verantwortung, Bindungsaufbau, Selbstwertgefühl) von dieser Erfahrung profitieren. Wir freuen uns über diese Vielfältigkeit der tierischen Begegnungen in unserem Garten, weil wir Tiere als Sozialpartner sehen, die die Kinder wertfrei in ihrer Entwicklung begleiten können.

Musikalische Früherziehung

Schon seit einigen Jahren gehört die musikalische Früherziehung zum festen Programm der Kita. Einmal wöchentlich haben die Kinder Freude am Singen und Tanzen, am Stampfen und Klatschen, am Experimentieren mit Instrumenten. Der externe Musikpädagoge arbeitet mit drei verschiedenen Altersgruppen in unserem großen Bewegungsraum.

Fischer´s Fritz fischt frische Fische

In unserer Kita haben sprachauffällige Kinder die Möglichkeit, von einer externen Logopädin sprachtherapeutisch gefördert und begleitet zu werden. Diese sogenannte Sprachambulanz bietet einmal wöchentlich therapeutische Förderung und Unterstützung vor Ort im alltäglichen Umfeld der Kita. Kooperation und Transparenz sind in diesem Zusammenhang enorm wichtig. So ist der fachlich intensive und effektive Austausch mit den pädagogischen Fachkräften des Teams und den Eltern ebenso gegeben wie eine qualifizierte Anleitung der Fachkräfte und der Eltern zu einem sprachentwicklungsfördernden Umgang mit dem Kind. Die Entscheidung zur Diagnostik und Behandlung fällt im gemeinsamen Diskurs der Eltern, Mitarbeiter und der Therapeutin. Einzel- als auch Kleingruppenangebote sind möglich.

Wir kommen an

Mit der Kitazeit beginnt ein neuer Lebensabschnitt für die Familie: Neue Bezugspersonen, neue Räumlichkeiten, andere Regeln und Strukturen, ein anderer Tagesablauf! Und bald sicher neue Freunde! Unsere Eingewöhnungszeit ermöglicht den Familien ein langsames, behutsames und individuelles Ankommen und Eingewöhnen. In den ersten Tagen ist es wichtig, dass das Kind mit einer vertrauten Person die neue Umgebung entdecken und Eindrücke sammeln kann. Ein Elternteil nimmt sich also die Zeit, das Kind in dieser Zeit in der Kita zu begleiten. Die Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter, die/der sich als feste Bezugsperson um das Kind kümmern wird, übernimmt zunächst eine beobachtende Rolle und nimmt zurückhaltend Kontakt zu dem Kind auf, Ansprechpartner bleiben die Eltern. Schrittweise ziehen sich die Eltern dann aus dem Gruppenalltag zurück. Zunächst auf einen Kaffee in der Küche, dann vielleicht zum Einkaufen, dann stundenweise im Vormittagsbereich, bis auch Frühstück und Mittagessen ohne Elternbegleitung eingenommen werden können. Kind und Eltern lernen so behutsam, sich für eine gewisse Zeit voneinander zu trennen. Die Mitarbeiterin/der Mitarbeiter, wird im Laufe der Zeit zu einer vertrauten Bezugsperson, die dem Kind bei der Entdeckung des neuen Lebensraumes zur Seite steht. In dieser Zeit ist ein hohes Maß an Kommunikation und Absprachen, ein intensiver Austausch wichtig. In den ersten zwei Wochen sollten die Kinder nach dem Mittagessen abgeholt werden, für sie ist all das Neue anstrengend und braucht Raum zur Verarbeitung. Erst nach und nach lernt das Kind den kompletten Kita-Alltag zu bewältigen, die Betreuungszeiten werden Schritt für Schritt ausgedehnt.

Kita Bambini

Ein Tag in unserer Kita bietet den Kindern einen angenehmen und sinnvollen Wechsel zwischen freiem und begleitetem Spiel, zwischen Spannung und Entspannung, zwischen Gruppenerleben und Einzelerfahrung. Der Alltag lässt Raum auch für Rückzug, Ruhe und Stille. Das Team schafft Räume und Möglichkeiten für Bewegung, Spielen und Gestalten, Räume, die die Fantasie, Neugierde und Kreativität anregen. Es orientiert sich an den Bedürfnissen, Interessen und Fähigkeiten der Kinder und stellt eine ganzheitliche Betrachtungsweise in den Mittelpunkt. Jedes Kind hat die Zeit, sein eigenes Tempo für individuelle Entwicklung und persönliches Wachstum zu finden. Das Team motiviert zur größtmöglichen Selbständigkeit und Eigeninitiative und ermöglicht jedem Kind, sich im Miteinander mit anderen Kindern und Erwachsenen zu erfahren und unterschiedliche Ausdrucks- und Kontaktmöglichkeiten zu erproben. So wird jeder ermutigt, Ähnlichkeiten wie Unterschiede, Stärken und Schwächen zu erfahren. Unser soziales Miteinander ist von Wertschätzung und Respekt geprägt, in einer mutmachenden und angstfreien Atmosphäre ermutigen wir, sich zu unterstützen, zu helfen, sich gegenseitig zu trösten und Konflikte zunehmend selbstständig zu lösen.

Total normal – Sexualität im Kindesalter

Die Bedeutung einer positiv erlebten kindlichen Sexualität für die Herausbildung selbstbewusster und ich – starker Persönlichkeiten ist unumstritten. Was verstehen wir unter einem natürlichen Umgang mit Sexualität? Wir verstehen darunter einen angstfreien und unbefangenen Umgang mit dem eigenen Körper und dem der anderen, Gefühle bei sich und anderen wahrnehmen, zulassen, äußern und annehmen können und die Schamgefühle anderer zu respektieren. Die eigenen Grenzen und die der anderen zu achten und eine gesunde Balance zwischen Nähe und Distanz zu finden.

Ein natürlicher Umgang bedeutet ebenso, ein Selbstbewusstsein in Bezug auf den eigenen Körper zu entwickeln, also die eigenen Körpersignale beachten, lernen, was gut für mich ist und was nicht, Körperfunktionen erkennen, den eigenen Körper bejahen und sich wohlfühlen sowie Respekt und Achtung zwischen den Geschlechtern. Die kindliche Sexualität wird mit allen Sinnen und ganzheitlich gelebt, sie ist geprägt durch Spontanität und ist nicht zielgerichtet. Wir wollen den Kindern im Alltag ermöglichen, ihren Körper kennenzulernen, Gefühle, die damit verbunden sind, zu erfahren und positiv zu erleben und Zärtlichkeiten auszutauschen.

Fragen nach Körperteilen, Liebe, Sexualität, Zeugung, Schwangerschaft und Geburt wollen wir altersentsprechend und wahrheitsgemäß beantworten. Im Sommer können sich die Kinder nackt ausziehen und mit Sand und Wasser spielen. Bei einzelnen Eltern besteht der Wunsch, dass die Kinder Badebekleidung tragen, den wir natürlich respektieren. Doktorspiele sind bei den Kindern phasenweise sehr beliebt und erlaubt. Wie weit sie im Einzelnen zugelassen werden liegt im Ermessen der Erzieherinnen und Erzieher. Grundsätzlich achten wir darauf, dass niemand genötigt wird, sondern die Kinder sich freiwillig beteiligen und sie ungefähr gleichaltrig sind.

Gegenstände in Körperöffnungen zu stecken ist nicht erlaubt. Wir schreiten grundsätzlich ein, wenn Kinder von anderen Kindern bedrängt oder herabgewürdigt werden und machen deutlich, dass und warum wir so etwas nicht dulden in unserer Kita, in der unser gegenseitiger Umgang von Wertschätzung und Respekt geprägt ist.

Bildungsarbeit

Seit 2003 gilt für Kindertagesstätten in NRW die sogenannte Bildungsvereinbarung, anhand der Tagenseinrichtungen die Bildungsarbeit nach einem eigenen Bildungskonzept auf der Grundlage beobachtender Wahrnehmung planen, durchführen und reflektieren. Die Dokumentation unseres Bildungskonzeptes orientiert sich nicht an vorgefertigten Curricula, sondern wird in einer kitaeigenen individuellen Dokumentation festgehalten. Berücksichtigt werden die verschiedensten Bildungsbereiche wie Sozialverhalten, Sprache, Emotionalität, Kognition und Motorik, als auch Konfliktverhalten, Spielverhalten, Konzentration, Selbstständigkeit, Selbstbewußtsein, um einige beispielhaft zu nennen. Bildung findet immer und überall statt. Im Freispiel, in den wöchentlich stattfindenden angeleiteten Turngruppen und AGs (hier wird gruppenübergreifend in altersspezifischen Kleingruppen gearbeitet), beim Experimentieren und Erforschen, beim Alleine-Machen und Unterstützung holen, beim Umsetzen kindlicher Ideen und Interessen. Die kindliche Bildung ist eingebunden in den Gesamtkontext Kita und vollzieht sich in komplexen Alltagszusammenhängen mit Hand, Herz und Kopf. Kinder lernen als aktive und kreative Entdecker und brauchen hierfür eine ausgewogene Mischung an Freiräumen und Anregungen, ihr Lernen ist spontan, erlebnisgebunden und umweltorientiert.

Integrative Erziehung

In Deutschland hat der Staat gemäß Art. 20 („Sozialstaatsprinzip“) und dem Grundrecht in Art. 3 Abs. 3 die Aufgabe, die Rahmenbedingungen für Chancengleichheit zwischen Behinderten und Nichtbehinderten zu schaffen. Auch im Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz) ist die integrative Bildungs- und Erziehungsarbeit für Kindertagesstätte im § 8 fest verankert. Seit 2010 arbeiten auch wir integrativ und werden von einem zusätzlich eingestellten Heilpädagogen unterstützt. Diese Fachkraft sorgt durch ihre Begleitung für den größtmöglichen Abbau von Benachteiligung und die bestmögliche Förderung. Beispielhaft geschieht dies durch: Entwicklungsbegleitung und spezielle Förderung, schrittweise Integration von verhaltensausffälligen Kindern in die Großgruppe, Einzelförderung und Kleingruppenarbeit, enge Begleitung bei Konflikten bei Kindern mit sozialen Auffälligkeiten, Entwicklung spezieller Förderpläne, Umsetzen von therapeutischen Maßnahmen für behinderte Kinder nach Absprache mit den Eltern und behandelnden Ärzten, Anbieten anregender Materialien und Hilfen, Zusammenarbeit mit dem Gesamtteam und den Eltern der behinderten Kinder, Austausch und interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen (therapeutischen) Institutionen, Unterstützung bei der Alltagsbewältigung des Kindes, Verschaffen von Erfolgserlebnissen. Wichtig ist, dass die regelpädagogische Förderung in verschiedenen Erlebnis- und Bildungsbereichen sowie die heil- und sonderpädagogische Förderung Hand in Hand gehen. Nur so kann Integration gelingen. Das Team sorgt durch Fortbildungen und Fachliteratur für die nötigen behinderungsspezifischen Kompetenzen. Grundsätzlich kennzeichnet die Kindertagesstätte Bambini ein “buntes Miteinander”, ein Lebensraum für unterschiedliche Menschen. Groß und Klein - Schwarz und Weiß - Akademiker und Arbeitslose - Leibliche Kinder und Pflegekinder! Im alltäglichen Kita-Alltag können Kinder und auch Erwachsene erfahren, dass jeder “anders” ist. Jeder ist einmalig und bietet Anregungspotential für die anderen. Diese prinzipielle Haltung der Einrichtung wird im Integrationsgedanken weitergeführt. Eine Behinderung ist eine von vielen Verschiedenheiten, die Menschen aufweisen können. Durch die Realisierung eines gemeinsamen Lern- und Lebensalltages können Toleranz, Akzeptanz und Verständnis füreinander vertieft werden. Durch die gemeinsame Erziehung können bei Kindern und Eltern Verhaltensunsicherheiten – wie Berührungsängste und Unbehagen - gemindert werden. Beim gemeinsamen und voneinander Lernen werden positive Impulse im Entwicklungsverlauf gesetzt. Aber auch Grenzen werden erkannt: die Unterschiede bleiben bestehen, aber verschiedene Wege, Aufgaben zu lösen und zu lernen sind möglich. “Keine Förderung ohne Forderung”. Eine eingängige und zutreffende Formulierung! Und damit ist nicht nur die Förderung der Kinder gemeint, denn Integration ist eine positive Heraus – Forderung für alle Beteiligten.

Mmmmmh, lecker

Die Kinder werden in unserer Kindertagesstätte gegen einen monatlichen Beitrag voll verpflegt. Die Mahlzeiten – das Frühstück, Mittagessen und der Nachmittagsimbiss – werden gemeinsam eingenommen, so dass kommunikative und soziale Aspekte gemeinsamer Mahlzeiten zum Tragen kommen. Unser Ernährungskonzept sieht eine gesunde und ausgewogene Ernährung vor, die Speisen werden von unserer Köchin täglich frisch, liebevoll und kreativ zubereitet. Unser abwechslungsreicher Speiseplan sieht einmal pro Woche beim Mittagessen Fleisch oder Fisch vor. Wochentagsbezogen gibt es zu dem regulären Frühstücksangebot variierende Besonderheiten wie Brötchen, Müsli, Kakao oder Eier. Es gibt viel Obst, viel Rohkost, viele gesunde Lebensmittel, aber ebenso freuen sich die Kinder zu Geburtstagen auf Eis oder Kuchen. Die richtige Mischung macht´s! Der Anbau von einigen Gemüsearten und vielen Kräuern im Garten sorgt für eigene frische Zutaten und für zahlreiche Lernmöglichkeiten für die Kinder. Besonderheiten bei der Ernährung für Vegetarier oder Allergiker können selbstverständlich berücksichtigt werden.

Unser letztes Jahr

Jedes Jahr verlassen einige Kinder unsere Einrichtung, um „endlich“ in die Schule zu gehen. Nun fallen die ersten Zähne aus – ganz wichtig!!! - und die Schule kann bald beginnen. Die vorschulische Erziehung und Bildung bezeichnet in unserer Einrichtung grundsätzlich die gesamte Zeit vor der Schule. Lernen findet vom ersten Tag an statt. Es geht jedoch im letzten Jahr vor der Schule nicht darum, die Lerninhalte der ersten Klasse schon in die Kita vorzuverlegen. Unsere Vorschularbeit hat andere, eigenständige Aufgaben. Die für uns wichtigen Themenbereiche, die dauerhaft für alle Kinder Bestand und Aktualität haben, werden vertieft. Beispielhaft seien hier genannt: Sich und seine Bedürfnisse wahrnehmen und ausdrücken, Argumente vorbringen und Kompromisse aushandeln, eigene Meinungen und Interessen erkennen und vertreten, Situationen beurteilen und lernen, angemessen zu reagieren. Sich in einen Gruppenprozess einpassen und dennoch die eigenen Interessen nicht aus den Augen verlieren. Den sozialen Umgang miteinander, Verantwortungsbewusstsein und Selbstbewusstsein. In kreativen und gestalterischen Prozessen werden feinmotorische Fähigkeiten geschult, in Buchbetrachtungen und Bearbeitungen zu bestimmten Themen werden kognitive Prozesse angeregt. Im Laufe des Jahres gibt es optional Ausflüge, Waldführungen, zwei Theateraufführungen und je eine Übernachtung in der Kita und in einer Jugendherberge. Gemeinsam mit einer Theaterpädagogin lernen die Kinder, ihre Gefühle wahrzunehmen und Grenzen zu setzen. Und auf jeden Fall geht es um ein Jahr mit viel Freude und Stolz, mit Gemeinsamkeiten, mit bereichernden Erfahrungen und mit viel Gefühl und Lebendigkeit.